Es ist 18 Tage her, seit meinem letzten Eintrag. Mein Leben hat sich in vielen Bereichen verbessert oder so weit normalisiert, dass es nicht mehr so viel gibt, dass man sich von der Seele schreiben muss. Und dann wird plötzlich Montag.

Nach zwei Nächten in denen ich nicht besonders gut geschlafen habe – und gestern Nacht war ich fest der Überzeugung jemanden neben meinem Bett stehen zu sehen, als ich gegen halb drei wach geworden bin – ging es also auf zur Arbeit.
Ein Tag wie jeder andere. Maske auf und das Leben ist schön.

Raus aus der Firma, Maske ab, die Gedanken sind zurück. Im Moment mache ich mir wieder ziemlich viele Gedanken. Die Prioritäten haben sich verschoben, einige Umstände geändert und somit tauchen neue Probleme auf, während andere wegfallen. Ich ernähre mich noch immer vegetarisch. Auf den Tag genau sieben Wochen. Es fällt mir tatsächlich recht leicht, auch wenn mein Kopf noch immer gegen einige Lebensmittel rebelliert, obwohl ich genau weiß, dass ich außer Sättigung keine Reaktion darauf zeige. Aber die Angst ist präsent.

Außerdem habe ich ein paar neue Menschen kennengelernt. Und je wichtiger ein Mensch wird, desto mehr Gedanken machst du dir. Gerade dann, wenn du merkst, dass du vor Problemen stehst, die du seit Jahren nicht ablegen konntest. Dies sind aber Probleme, die wichtige Themen betreffen und mich wahnsinnig machen, weil ich das Gefühl habe nichts dagegen machen zu können.

Und dann kommt die Angst. Die Angst davor, dass man Personen damit abschreckt. Dass es ein schlechtes Licht auf mich wirft und ich dann wieder alleine da stehe.

Eine lähmende Angst, die aktuell große Teile meines Denkens beeinflusst.

Als Ventil dafür gilt wie immer die Kreativität. Ich zeichne aktuell recht viel und mache noch mehr Musik. Ich beschäftige mich allgemein recht viel, damit ich weniger Zeit habe um mir den Kopf zu zerbrechen.
Vielleicht ist es auch einfach Müdigkeit. Und damit meine ich nicht das Gefühl von Müdigkeit im Sinne von zu wenig Schlaf, sondern eher das ausgebrannte Gefühl von „Ich brauche Urlaub“!
Zum Glück ist es nur noch eine Woche. Noch vier Tage arbeiten. Dann kann ich mich zwei Wochen entspannen.

Und nun geht es ans Zeichnen. Dem Dämon in meinem Kopf ein Gesicht verleihen.