Es ist Sonntag. Gestern war ein langer und anstrengender Tag, der einen durch wundervolle Musik entschädigte. Wir waren auf dem Elbriot Festival in Hamburg! Einen Tag lang Metal auf die Ohren, Eindrücke und unzählige wundervolle Menschen. Und das alles in einer Kurzfassung, da ich sonst mindestens 10.000 Worte bräuchte um alle Highlights aufzulisten. Aber zuerst stelle ich kurz unsere Truppe vor, damit die Namen ein wenig geläufiger werden. Diese werden nämlich zum Beispiel im Bezug auf Konzerte öfter auftauchen!

Annika ist ein Name, der eigentlich keiner Erklärung bedarf. Von daher spare ich mir hier die vielen Worte. 😉

Steffi ist meine wundervolle Tante. Damals kamen wir absolut nicht miteinander zurecht – oder ich mit ihr? – und heute verstehen wir uns blendend. Vielleicht musste ich erst ein wenig reifen und ein bisschen was dazulernen, bevor wir kompatibel werden. Und inzwischen verbindet uns neben unserem gemeinsamen Geburtstag (ja, ich war ein Geschenk, wenn man so will) auch noch unser überragender Musikgeschmack, das gute Aussehen und unser Humor.

Ralle, mein Onkel und Mann von Steffi, war mit von der Partie. Ein kleiner Mann mit verdammt großem Durst und einer großen Klappe. Einer diese Menschen, der das Talent hat auf einem Event, auf dem man keinen Menschen kennt, Leute kennenzulernen, weil er sie einfach anspricht. Kann ich nicht… bin ein bisschen neidisch. Zudem bewundere ich sein Talent, sich auf die Anweisung seiner Frau plötzlich mit seinem Bierkonsum zurück zu halten. Dabei war es nach dem Sabaton Konzert doch so lustig. 🙂

Tanja – eine Freundin meiner Tante – ist hyperaktiv wie ein Eichhörnchen auf Extacy und sorgt bei jedem Event für gute Laune. Ja, sie wird ein wenig anstrengend, wenn sie betrunken ist aber das macht nichts. Sorry, Tanja, falls du das lesen solltest. Ich hab dich trotzdem lieb. 😉

Und, alter Schwede, kann diese Frau massieren! Meine neue Wunderwaffe gegen Kopfschmerzen!

Timmel und Todo. Das Chaotenduo, Angestellte der BKA (Berufs-Kampftrinker-Armee) und Metalheads durch und durch. Das mit der BKA ist übrigens keine Beleidigung, sondern eher bewundernd gemeint. Ich wäre nach dieser Menge Bier entweder tot oder zumindest komatös.

Und das sind wir. Der Chaoshaufen, der die Welt der Musikszene unsicher macht, wann auch immer was von gemeinsamen Interesse in der schönen Stadt Hamburg spielt.
Und selbst wenn man diese Gruppe nicht hätte, wäre man nie alleine. Metalheads sind die nettesten Menschen auf diesem Planeten und man findet sofort Anschluss, Gruppen wachsen spontan und Freundschaften werden geschlossen!

Gestern war es also das Elbriot.

Das Line-Up: (Links zu Facebook hinterlegt)

Bury Tomorrow

Whitechapel

August Burns Red

Architects

Children of Bodom

Hatebreed

Trivium

Bullet For My Valentine

Megadeth

Ich hoffe, dass die Reihenfolge so aus dem Kopf stimmt. Wir haben nicht alle der Bands gesehen, da Bury Tomorrow mit dem Auftritt fertig waren, bevor wir auf dem Festival ankamen. Also waren unser erster Act: Whitechapel.

Ich werde jetzt nicht näher auf die Bands eingehen, da viel davon eine Geschmacksfrage ist. Die erste Hand voll Bands war der absolute Hammer für mich als Anhänger des Metalcore. Für die, die es nicht kennen, da es nicht ihre Szene ist, eine kurze Erklärung mit meinen Worten. Metalcore ist härter als das, was im Volksmund als „Metal“ bezeichnet wird. Der Gesang besteht zu großen Teilen oder zu Gänze aus Screaming. Andere würden an dieser Stelle das Wort Geschrei verwenden. Aber auch nur, weil sie nicht wissen, wie viel Technik und Übung dazugehört so zu singen ohne sich selbst zu verletzen.

Meine erste Pause kam bei Children of Bodom. Diese Band war noch nie wirklich mein Fall. Beeindruckend sind sie dennoch allemal, denn das Gitarrenspiel ist unglaublich. Vor allem wenn man bedenkt, dass nebenbei noch gesungen wird. Na klar, alles eine Frage der Übung. Dennoch war ich begeistert.

Eines meiner Highlights war die Band Hatebreed. Das liegt daran, dass ich sie zum ersten mal live gesehen habe. Auf einer alten CD aus dem Magazin Metalhammer kannte ich ein Lied, zu dem mein Bruder und ich während der Autofahrt ziemlich abgegangen sind. Und nun endlich auf der Bühne. Wow! Was für eine Performance! In meinen Augen der Favorit auf dem Festival. Zumindest wenn es danach geht, wer die Stimmung der Masse am besten angeheizt hat.

Danach spielten Trivium, die ich nicht so toll fand. Es ist einfach nicht mein Geschmack.

Als Abschluss für unseren Tag haben wir uns das Konzert von Bullet For My Valentine angesehen. Ich höre diese Band inzwischen seit zehn Jahren, als ihr erstes Album erschienen ist. Live gesehen habe ich sie nun zum vierten mal und es wieder ein voller Erfolg. Auch, wenn das Set diesmal in meinen Augen gefühlt etwas kurz ausfiel. Und was mich wirklich gestört hat ist, dass der Gitarrist der Gruppe es nicht schafft einen ganzen Auftritt durchzuziehen ohne hinter der Bühne zu stehen und eine zu rauchen. Ja, man hat ihn gesehen. Wir standen hinter dem ersten Wellenbrecher. Also relativ weit vorne. Die gesamte Band hat die Bühne leider mehr fach verlassen. Auch wenn es immer nur einen kurzen Augenblick war erschien die Performance doch recht abgehackt. Schade eigentlich.

Neues Merch 🙂

Danach dann ein schneller Aufbruch, ein langer Weg nach Hause – zumindest wenn man nun seit etwa 12 Stunden aus dem Haus ist und langsam schon das Bett rufen hört – und in Ahrensburg angekommen noch ein schneller Abstecher ins Ramrob mit Annika. Nur um den Tag kurz Revue passieren zu lassen und mal etwas nichtalkoholisches zu sich zu nehmen.
Im Anschluss ging es dann direkt ins Bett. Was für ein Tag. Geil! Und nächstes Jahr geht es wieder los. Egal, wer spielt!