Irgendwann kommt man an den Punkt, wo alles so weit in Ordnung ist und man keine Themen hat über die man sich ausheulen, aufregen oder aufrichtig freuen kann. Zumindest nicht in dem Ausmaß, dass ich darüber einen Blogbeitrag schreiben würde. Und dann kommt die liebe Annika mit einer Idee um die Ecke, die so einfach ist, dass ich sie vor lauter Bäumen nicht gesehen habe.

„Schreib doch übers RamRob.“

Gesagt, getan!
Aber was zur Hölle ist das „RamRob“? Für die einen ist es eine Bar, für andere – so wie uns, sonntags – ein Platz, an dem man sich in kleinen Gruppen trifft um zu quatschen. Für wieder andere ist es der Auftakt eines harten Partywochenendes.
Klar, stumpf betrachtet ist die Aussage „Bar“ somit völlig richtig.
Aber ich liebe diesen Laden! Das begann schon an dem Tag, an dem ich zum ersten Mal da war.

Ich habe mich mit Laura dort getroffen. Es war unser erstes Date. An dieser Stelle höre ich die Hälfte der Leser würgen und die andere Hälfte sitzt vor dem Handy oder dem Bildschirm und sagt sich „ooooooooh“.
Da mir der Laden vorher nichts sagte bin ich komplett erwartungslos rein gegangen und war gleich vom Ambiente begeistert.
Es ist schwer zu umschreiben aber der beste Ausdruck ist simpel und einfach „gemütlich“.

Viele Tische, hohe Tresen ,zwei Lounge-Ecken und ein geiler Außenbereich sorgen für ein großartiges Ambiente.

Das Personal hat quer durch die Bank einen an der Waffel…
Und das ist absolut als Kompliment gemeint! Eine unglaublich kompetente, freundliche und witzige Crew, die diesen Laden betreut, ist das Personalaufgebot des RamRob. Wenn einen die halbe Belegschaft mit Umarmungen begrüßt ist man wohl zu oft da aber es sagt doch viel über die Mitarbeiter aus. So viele liebe und tolle Menschen auf einem Haufen. Und das schließt auch den Inhaber ein, der regelmäßig selbst mit Hand anlegt.

Das Essen in diesem Laden ist der Hammer! Ich habe selbst in einem American Diner gearbeitet aber die Burger des Ahrensburger Unternehmens machen auch denen Konkurrenz!
Es gibt sowohl etwas für den kleinen Hunger, als auch Monsterportionen. Aber genug der Lobpreisungen.

Warum genau schreibe ich jetzt über diesen Laden?

In meinem Leben hat sich in den letzten anderthalb Jahren in sehr kurzer Zeit sehr viel verändert. Menschen sind aus meinem Leben verschwunden, andere dazugekommen oder wieder aufgetaucht, nachdem man sich leider lange aus den Augen verloren hat.
Und das RamRob ist der Laden, in dem man sich immer wieder begegnet. Entweder trifft man dort Bekannte, die man auch erst kennt seitdem man dort regelmäßig verkehrt und begrüßt sie, als wären sie alte Freunde, weil man so tolle Abende miteinander verbracht hat oder man verabredet sich dort.

Annika und ich haben es zu unserer Tradition gemacht, dass wir uns Sonntagabend dort treffen und die Woche Revue passieren lassen. Manchmal lässt der Arbeitsalltag es halt leider nur einmal die Woche zu, dass man sich trifft. Und das ist die Location der Wahl. Somit hat dieser Laden für mich ein bisschen mehr Bewandtnis als eine normale Bar. Für mich ist es ein Ort, an dem man nie allein ist. Selbst, wenn man allein hin geht – und das habe ich auch schon gemacht – ist man das nicht lange, da man immer schnell Gesellschaft findet.

Ich würde sogar wetten, dass man sich bei 90% der Gäste einfach so mit an den Tisch setzen könnte, ohne das sich einer beschwert. Und so entspannte Besucher muss man erst einmal anziehen.

Und hier noch eine kurze Anmerkung zum Schluss:
Mich bezahlt keiner dafür, dass ich einen Artikel schreibe. Ich habe keinen persönlichen Vorteil davon positiv über einen Laden zu schreiben auch, wenn ich regelmäßig dort verkehre.
Ich schreibe diesen Text, weil das RamRob einfach geil ist!
Ende! 😉

Also nicht vergessen mal dort vorbei zu schauen:

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Vielleicht sieht man sich ja dort!