Manche da draußen – und vielleicht auch einige von Euch – haben das gefunden, dass sie mit einem Sinn erfüllt. Einen Beruf, ein Hobby, die Familie oder das Verreisen sind nur ein paar der möglichen Beispiele.
Ich habe bisher ziemlich viel ausprobiert. Mal mehr und mal weniger ambitioniert. Und trotz der vielen Wege, die ich gegangen bin – auch wenn es nur ein paar Schritte waren – habe ich aktuell absolut keine Ahnung, wer oder was ich bin. Vielleicht…

Ja, vielleicht habe ich meine Profession gefunden und bin einfach noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem ich selbst sehe, welchen Pfad ich bereits bewältigt habe aber ich habe das Gefühl nichts richtig zu können.
Ich habe viele Hobbys. Ich mache Musik. Um genau zu sein spiele ich Gitarre und singe. Für den Gesang nehme ich sogar Unterricht. Und darin bin ich vielleicht ein bisschen besser, als einige andere, da ich kleine Veränderungen schnell umsetzen kann. Das verspricht zumindest am Anfang eine relativ steile Lernkurve.

Außerdem habe ich das zeichnen wieder für mich entdeckt. Bei meinen Bildern, Skizzen und Zeichnungen fallen mir dann aber eher die Dinge auf, die nicht gut aussehen, als die, die wirklich gelungen sind. Manchmal fehlt mir wohl eine gewisse Distanz zu meinen eigenen Werken. Das gilt auch für die Musik.
Sport war zumindest mal ein großes Thema für mich. Ich habe in früher Kindheit Fußball gespielt. Später war es Judo. Dann später Parcour, danach das Thaiboxen und dann das Mountainbiken. Und nun? Bekomme ich den Hintern nicht mehr hoch und gehe maximal einmal im Monat laufen.

Das einzige was mich im Moment reizt ist das Longbaorden. Einfach auf das Brett stellen, Musik auf die Ohren und frei sein. Wegrollen von allem, was einen bedrückt.
Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich nichts kann. Oder zumindest nichts richtig. Nicht mal meinen Job. Ich bin gut in dem was ich mache, sonst wäre ich nicht da angekommen, wo ich nun bin. Aber, um ehrlich zu sein, habe ich nicht so recht die Lust bis zum Ende meines Lebens als Kaufmann im Einzelhandel zu arbeiten. Ich möchte etwas kreatives machen.

Eigene Dinge entwerfen! Schreiben, zeichnen, Musik machen… Hauptsache aber:
Genau das ausleben, was mir gerade in den Sinn kommt.

Und da kommen wir zu dem Punkt. Es gibt immer ein paar Millionen Menschen, die in meinen Hobbys besser, herausragender und prägnanter sind.
Hinzu kommt der ironische Punkt, dass ich das Gefühl habe, mir läuft die Zeit weg. Und das mit meinen 26.

Wer oder was bin ich eigentlich? Wo gehöre ich hin und was fange ich mit all der Zeit an, die noch vor mir liegt? Und über sowas zerbreche ich mir meinen Kopf…