Es gibt viele wertvolle Dinge, die wir den Menschen in unserem Umfeld geben können. Zum einen wäre da unsere Zeit, die so unglaublich wichtig ist. Wir bekommen die Zeit, die wir verschenken nie wieder zurück. Und somit ist jede kleine Nachricht, die uns zeigt, dass andere an uns denken so unglaublich wichtig.
Und dann wäre da noch Vertrauen. Und das ist ein Thema für sich.

Menschen sind zum Glück unterschiedlich. Die einen sind sehr schnell darin anderen Menschen blind zu vertrauen. Ich gehöre dazu. Dies hat sich bisher als Vor- aber auch als Nachteil für mich ausgewirkt. Ich sehe einfach keinen Grund darin anderen zu misstrauen. Warum auch? Solange mir jemand nicht deutlich beweist, dass er mir was schlimmes will habe ich auch keinen Anlass dazu von so etwas auszugehen.

Und dann gibt es da noch die Menschen, die selbst denen, die sie seit Jahren kennen nicht weiter trauen, als man sie werfen kann. Und sein wir ehrlich: Bei vielen ist das nicht wirklich weit.
Das kann natürlich auch davon kommen, dass sie oft genug erfahren haben, wie es ist, wenn man verletzt werden kann, wenn man anderen Menschen vertraut.

Was genau ist mein Anlass diesen Text zu schreiben? Das fragen sich jetzt einige Wenige.
Ich will auch hier mal wieder einen Einblick in meinen Kopf gewähren:

Eine Freundin schrieb mir heute, dass sie wieder mit einem jungen Mann in Kontakt steht, mit dem die Situation vorher etwas unentspannt war. Ich will hier aus Rücksicht nicht weiter ins Detail gehen aber ich hätte nach der Aktion den Kontakt sofort zur Gänze eingestellt.

Nun hat sie aber wieder mit ihm geschrieben. Und trotzdem kam sofort die Frage auf, ob das denn so richtig wäre. Und da sind wir bei dem Punkt, der mich zu diesem Text inspiriert oder angeregt hat. Vertrauen ist etwas, dass nur sehr schwer oder in vielen Fällen gar nicht wieder zu flicken ist, ist es einmal zerbrochen. Nur unser Herz allein kann uns sagen, was für uns die richtige Entscheidung ist.
Ich bin auch oft genug damit auf die Nase gefallen und Menschen haben meine Gutmütigkeit gegen mich ausgespielt. Trotzdem werde ich mich nicht ändern.

Aber zu „ich werde mich nicht ändern“ gehört ein anderer sehr kritischer Punkt dazu. Ich behalte vieles für mich. Ich weiß, dass ich vielen Leuten blind vertrauen kann und dennoch gibt es Dinge, von denen ich noch nie jemandem erzählt habe. Ich weiß, dass es nicht weiter erzählt wird aber ich habe Angst davor, dass man mich verurteilt. Und genau so vertraue ich auch mir selbst zu wenig.

Ich frage bei allen Möglichkeiten nach Rat. Ich bin sehr unsicher ob ich auf mein Bauchgefühl hören soll oder nicht. Anstatt einfach ich selbst zu sein frage ich andere ob das okay ist um dann im Endeffekt trotzdem einfach ich zu sein. Schade, wenn man sich selbst auch nicht über den Weg traut. Manchmal sind einem Menschen auf Anhieb so wichtig, dass man sich ernsthaft überlegt ob man nicht jemand anders werden kann, anstatt auf sich selbst zu vertrauen.