Die Dunkelheit liegt noch über unserer kleinen Stadt und der Nieselregen sorgt für einen herbstlichen Eindruck. Irgendwie komme ich nicht aus dem Bett obwohl ich zur Arbeit muss. Gut, dass ich noch genug Zeit habe um entspannt liegen zu bleiben. Die Freude und das Lied derer, die morgens von allein um kurz nach sechs wach sind, obwohl der Wecker erst anderthalb Stunden später klingelt.
„Scheiße, nun bist du wach.“, geht es mir durch den Kopf.


Aber immerhin kann ich einfach so daliegen und mir Unsinn auf YouTube ansehen. Mein Smartphone rettet mir die ersten zwei Stunden meines Tages. Und das trotz minimaler Panikattacke beim Frühstück.

Nachdem ich mich dann auf den Weg zur Arbeit gemacht habe – noch immer in nervigem Nieselregen, der schon seit zwei Tagen anhält – genieße ich die Musik, die laut aus meinen Kopfhörern dröhnt und die Ruhe, die zu dieser Zeit noch über dem Ort liegt. Allgemein ist es unglaublich schön, wie ein Regenschauer eine Stadt entschleunigt. Das hektische, actionreiche Leben steht für einen Augenblick lang still und die Stadt liegt unter einem Mantel aus Stille, Ruhe und Entspannung.

Nichts desto trotz muss ich arbeiten. Verdammte Axt! Und im Betrieb angekommen folgt die allmorgendliche Prozedur vom Wechsel der Kleidung, sinnfreien Gesprächen zur allgemeinen Belustigung und der mentalen Vorbereitung auf das, was heute so auf einen wartet.
Beim Blick aus dem Fenster hat man das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.
Es fühlt sich an wie 18 Uhr. Der Tag müsste eigentlich schon vorbei sein. Und dabei fängt er gerade erst an.

Was für ein seltsamer Start in so einen surrealen Samstag.