Viele Menschen, leere, ernste Blicke und eine Komfortzone, die gar keinen Kontakt mit seinen Mitmenschen zulässt. Dazu mischen wir eine Hand voll Existenzängste und ein wenig Stress und fertig ist der morderne Erdenbewohner von heute. Was fehlt ist die Freude.

Ich gehe durch die Straßen unserer schönen Stadt und bin jedes mal wieder verwundert, wie die anderen miteinander umgehen und wie sie sich verhalten. Dann stellt sich mir nur eine Frage. Warum?
Es wird alles so ernst genommen. Jeder andere scheint nur noch Feind. Kontrahend oder Last zu sein. Kleine Gesten, wie ein Lächeln werden direkt mit Annäherung und Flirten verwechselt und das Aussehen der anderen steht im Vordergrund. Frauen, die sich freizügiger kleiden und sich damit wohlfühlen sind Schlampen, Männer in Anzügen Arschlöcher und die, die keine Klamotten mit fett aufgedruckter Marke tragen sind Sozialfälle.

Und was die Gesellschaft dabei vergisst sind die kleinen Dinge, die eigentlich so wichtig sind.

„Flo, warum setzt du dich jetzt hin und schreibst einen Text über etwas, was jedem bewusst ist?“ wird sich jetzt der ein oder andere fragen. Und die Antwort ist eine so einfache.
An dieser Stelle zitiere ich Johann Wolfgang von Goethe, der einst sagte:

„Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun. “

Dieser Spruch hängt an der Tür, die von unserem Pausenraum in den Markt führt, in dem ich arbeite. Und er hatte so recht mit diesem Satz.

Natürlich ist jedem bewusst, dass die kleinen Dinge wichtig sind. Schätzen tut sie trotzdem keiner. Ich komme mir jedes mal wie ein Idiot vor – oder zumindest gehe ich davon aus, dass die anderen mich für einen solchen halten – wenn ich mal wieder im Regen spazieren gehe und dabei lächle. Ich freue mich darüber, denn es gibt kaum etwas schöneres als einen warmen Regen im Sommer. Die Ruhe, die über allem liegt. Alles wird von einem gleichmäßigen Prasseln übertönt.

Oder nehmen wir das Gegenteil als Beispiel. Ein wolkiger Himmel wird von einem einzelnen Sonnenstrahl durchbrochen, der dir das Gesicht wärmt. Das wäre der richtige Zeitpunkt, an dem ein Lächeln über deine Lippen kommen sollte. Es wird viel zu wenig gelacht, gesungen, genossen und wertgeschätzt!

Und diese Zeilen entstehen nur, weil es mich ein wenig traurig macht. Genießt euer Leben in vollen Zügen und tut das, was für euch, eure Seele und euer Wohlbefinden richtig ist. Egal, was andere darüber denken.
Singt und tanzt auf den Straßen. Umarmt Menschen und seid freundlich zueinander. Es gibt schon genug Hass und Gewalt auf der Welt.

Mit ganz viel Liebe und einem kleinen Grinsen auf den Lippen,

euer Flo 😉