Das Leben ist ereignisreich. Manchmal passieren schöne Dinge und manchmal welche, die wir lieber nicht erlebt hätten. Oft machen wir gute Miene zum bösen Spiel und lassen uns das, was in uns vorgeht nicht anmerken. Warum auch? So wichtig ist es manchmal ja gar nicht. Und manchmal ist die Angst allgegenwärtig…

Mit hat die Woche ganz schön zu schaffen gemacht. Ich schwanke zwischen unglaublichen Höhen und bösen Tiefen. Und nicht selten passiert dieser Umbruch innerhalb von Sekunden. Ein Beispiel dafür ist der vergangene Samstag.
Ich war zur Auffrischung meines Erst-Helfer-Scheines zum Erste-Hilfe-Kurs. Ich hatte ziemlich viel Spaß, da ich Menschen helfen möchte, wenn es drauf ankommt. Und trotzdem arbeitet der Kopf.

Es wird einem sofort wieder bewusst, wie zerbrechlich der menschliche Körper eigentlich ist. Ich hatte Angst. Eine irrationale Angst davor, dass mir etwas passieren könnte. Sofort wurde jeder Kopfschmerz wieder ein Anzeichen für etwas, was deutlich schlimmer ist. Jedes kleine Zwicken in der Brust wurde zum Anzeichen für einen Herzinfarkt.

Und dann kam der Sonntag. Eigentlich war heute nicht mal etwas besonderes. Voller Freude durfte ich zur Arbeit, da mal wieder jemand beschlossen hat, dass wir auch heute auf haben sollten. Der Morgen begann schon komisch. Ich habe zwar lange genug geschlafen aber nach dem Frühstück war mir mal wieder schlecht. So, wie es schon seit Wochen, nach fast jeder Mahlzeit ist. Vielleicht ist das der Stress…

Nach der Arbeit, die unglaublich entspannt verlief, ging es nach Hause. Endlich was essen. Das Problem war, dass ich eine Panikattacke hatte weil ich ein Stück Avocado probiert habe. Etwas, das ich schon gefühlte hundert Mal gegessen habe. Ich bin mir also sicher, dass nichts passiert und doch kann ich es nicht abstellen.
An späteren Abend – traditionell im RamRob verbracht – habe ich mit Samu einen Sambuca getrunken. Dieser sorgte postwendend für die nächste Panikattacke. Nur mit dem Unterschied, dass ich dieses mal quasi nicht rein gerutscht bin, sondern von 0 auf 100 drin steckte.
Es fiel mir ziemlich schwer mich zu beruhigen.

Generell habe ich leider schon seit bestimmt anderthalb Wochen das Problem, dass ich sehr wechselhafte Launen habe. Ich habe Tage, an denen ich alles und jeden umarmen will und wiederum welche, an denen ich dem Leben in seine hässliche Fresse kotzen will. Und diese beiden Launen wechseln sich mitunter im Minutentakt ab. Ich springe von einer Stimmung in die nächste ohne dafür einen klaren Auslöser zu haben.

Ich bin gespannt, wie ich in die kommende Woche starte. Morgen ist ja endlich wieder Therapie.