Ich habe ja schon einmal einen Beitrag darüber geschrieben, warum sich alle Pop-Songs gleich anhören. Und nun möchte ich darauf eingehen, was Musik für mich bedeutet. Denn was für die einen nur eine Hintergrundunterhaltung ist, die halt da ist, bedeutet Musik mir deutlich mehr.
Ich kann und will nicht ohne Leben.

Mein Geschmack ist dabei unglaublich breit gefächert. Angefangen habe ich mit Deutschrap. Um genau zu sein mit „Aggro Berlin“. Später kamen dann „Rammstein“ und „die Ärzte“, von da aus ging es mit „Slipknot“ in Richtung Nu-Metal und so wurde mein Geschmack immer breiter, die Musik vielfältiger und die Liste der Bands zahlreicher.
Und während ich das Ganze hier schreibe dröhnt aus meinen Boxen „Jefferson Airplane“. Für die, die es nicht wissen, das ist Musik aus den späten Sechzigern.

Ich bin ein Mensch, der ständig Musik um sich braucht. Und je mehr ich mich mit der Materie „Musik“ an sich befasse, desto mehr tendiere ich dazu einzelne Elemente zu analysieren oder auf spezielle Charakteristiken zu achten. Man hört Musik anders, wenn man Musiker ist. Zum Beispiel ist vielen Menschen gar nicht bewusst, wie viele Eigenarten man aus einer Gesangsstimme heraushören kann.
Denn: Musik übermittelt Emotionen. Zumindest im Optimalfall.

Und so kommt es nicht selten vor, dass ein Song mich auf eine Art berührt, wie es eben nur Lieder können. Plötzliche Gänsehaut oder Tränen in den Augen, spontane Euphorie und Freude oder aber eine innere Anspannung weil man die Aggressionen in der Stimme des Sängers nachvollziehen kann.

Genau das ist mir neulich passiert, als ich Father and Son von Cat Stevens gehört habe. Mich überkam eine plötzliche Gänsehaut, als er den Part des Sohnes gesungen hat und mit stiegen die Tränen in die Augen. Nicht mal wegen der emotionalen Nachricht. Ich war einfach geflasht.

Und so geht es mir auch auf jedem Konzert. Immer gibt es Songs, die man von Haus aus schon großartig findet. Diese live zu hören und in der Masse einfach auszurasten macht das Ganze dann unvergesslich. Einer meiner schönsten Momente war dabei das Lied „Kind im Nebel“ von Callejon. Es ist einfach geil, wenn ein paar hundert Menschen dieses Stück mitsingen. Und das in einer kleinen Location, wie der Großen Freiheit 36 im schönen Hamburg.

Wie sieht es bei euch aus? Was macht Musik mit euch und wie wichtig ist sie euch?