Es ist zu monoton und jeder Song klingt irgendwie gleich. Muss man sich diesen Krach antun? Zu sowas kann ich absolut nicht feiern!
Klingt das bekannt? Dann bist du scheinbar mit der „modernen“ Musik von heutzutage nicht zufrieden und kannst so viele Chartplatzierungen nicht nachvollziehen.
Und dazu möchte ich was sagen! Hier also meine Meinung zu moderner Musik.

Ich höre seit ich etwa 14 bin zum größten Teil Punk und Metal. Und zwar mit wachsender Begeisterung. Der Punk muss dreckig und der Metal hart sein, damit ich die Musik richtig genießen kann. ABER: Auch mein Geschmack hat sich geändert. Entweder lag es daran, dass ich älter wurde oder daran, dass ich mich mehr mit Musik befasst habe. Irgendwann kam ja der Punk, an dem ich anfing mit Sascha Musik zu machen. Und zwar Deutschrap! An dieser Stelle baue ich noch mal „unauffällig“ Werbung für unser Minilabel ein… FUXKUHLE! Whoooo!

Zu der Zeit habe ich auch angefangen selbst mehr Gitarre zu spielen. Zum Ende des selben Jahres habe ich angefangen Gesangsunterricht zu nehmen. Und so kommt also Stück für Stück die Ahnung und das Gehör für die Musik. Man nimmt sie anders wahr. Es ist nicht mehr „nur Musik“, sondern man beginnt unbewusst Elemente zu analysieren. Zu gucken, was für ein Takt verwendet wird oder aber, wie die Hi-Hat im Beat eingesetzt wird und so weiter. Hinzu kam, dass Laura ihr Abitur im Musik-Profil gemacht hat und ich somit noch tiefer in die Theorie eingetaucht bin.

Und plötzlich fängt alles an einen Sinn zu ergeben. Denn auf einmal weiß man, dass es „Pop-Formeln“ gibt. Das heißt im Klartext, dass Lieder mit maximal vier Akkorden ( so genannte „Four Chord Songs“) besonders einschlägig sind, dass die Texte nicht nur von einer Person, sondern von ganzen Teams geschrieben werden und vor allem, dass das Musikbusiness nicht nur aus Menschen besteht, die gerne Musik machen, sondern auch aus denen, die nur Geld dabei verdienen wollen.
Und das erklärt dann auch, dass Titel wie z.B. „Anaconda“ von Nicki Minaj nur darauf ausgelegt sind möglichst großen Profit zu generieren. Außerdem legt unsere Gesellschaft inzwischen als Ausgleich zum stressigen Alltag viel Wert auf Ablenkung, bei der wir nicht denken müssen.

My anaconda don’t
My anaconda don’t
My anaconda don’t want none
Unless you got buns, hun

Offensichtliche Euphemismen, nackte Haut und wackelnde Hintern machen das Paket komplett.

Und dann gibt es auf der anderen Seite noch die, die Lieder produzieren, weil sie Bock drauf haben zu jammen. Weil sie Bock drauf haben Mucke zu machen und genau das umsetzen wollen, was ihnen durch den Kopf geht ohne dabei auf Profit fixiert zu sein. Auch solche Musiker schaffen es in die Charts! Und man merkt, dass sie eine andere Ansicht zu all dem haben. Das hört man auch am Endergebnis!

Im Klartext bedeutet das:

Natürlich hat jeder seinen Geschmack und hört das, was er hören möchte. Auch, wenn mein Geschmack inzwischen unglaublich breit gefächert ist, wird es mich immer wieder zum Metal und vor allem zum Punk hinziehen.
Und wir müssen uns immer bewusst darüber sein, dass einige Lieder nur existieren, weil andere daraus Geld machen wollen. Dafür werden auch mal Strohpuppen nach DSDS-Manier ausgeschlachtet um den Erfolg zu maximieren.

PS: wusstet ihr, dass man eine Platzierung in den Charts kaufen kann? 😉