Damals ist nicht heute. Und das ist auch gut so. Ich erinnere mich regelmäßig an als die Phrasen, die in unserer Kindheit Gültigkeit hatten.Und heute? Heute ist alles anders. Ich halte mich an viele Dinge nicht mehr, da sie nicht mehr von Belang sind. Klar – es ging darum Kinder zu schützen. Aber von was genau spreche ich eigentlich?

Rede nicht mit Fremden – Damals absolut nachvollziehbar. Heute mach ich das beruflich. Ich laber fremden Menschen eine Frikadelle ans Ohr und werde dafür bezahlt. Auch privat verschließe ich mich nicht mehr vor dem Kontakt zu meinen Mitmenschen, auch wenn ich früher doch her introvertiert war. Das hat sich zum Glück geändert. Und ich bin unglaublich froh drüber, weil ich sonst viele Menschen nicht gekannt und viele Situationen nicht erlebt habe.

Spiel nicht mit deinem Essen – Ja nee… Is klar… Dazu sage ich nicht viel. Aber mir fällt dabei eine gewisse Doppelmoral auf, wenn ich meinen Vater und meinen Bruder, der inzwischen selbst Vater ist, vor mir sehe, wie sie ein Spagettieis essen. Denn diese beiden können sowas nicht ohne dabei eine anständige Baugrube mit Böschung und allem drum und dran auszuheben. Ich bin ja schon froh, dass sie nicht den Tisch absperren.

Setz dich hin und sei ruhig – AM ARSCH! Heute sind wir alle faul und haben keinen Bock mehr auf gar nichts. Und das haben wir davon. Und dann sind da diese Tage, an denen man vor Energie fast explodiert. Zumindest bei mir. Den ganzen Tag reden, rumhampeln und produktiv sein. Kreativer Wahnsinn im inneren meines Kopfes, der raus muss. Und im Zweifel wird dann mit den Fingern auf dem Tisch getrommelt, was das Zeug hält.

Gib dem Mann nicht dein Geld – So hat das keiner zu mir gesagt aber es war der Sinn dahinter.
Ich weiß noch, dass wir damals – und ich war wirklich noch klein – in Bargtheide unterwegs waren und ich einem Obdachlosen Kleingeld gegeben habe. Ich habe mich damals zwar ein wenig geärgert, dass ich meinen Heiermann weggegeben habe, nur weil ich nicht drauf geachtet habe was ich in der Hand hatte aber der Mann tat mir halt leid. Meine Mama sagte mir, dass ich das nicht tun müsse. Und ich weiß das war nicht böse gemeint. Es war halt mein Taschengeld.
Aber vielleicht sollten wir weniger auf materielles achten und uns wieder mehr helfen? Ist nur so ne Anregung.

Du bist wieder zu Hause, wenn es dunkel wird – Mist… diese Aussage ist noch immer von Bedeutung. Der Unterschied ist nur, dass ich nicht mehr vom Spielen, sondern von der Arbeit komme. Ich wusste, mit irgendwas müssen diese alten Leute doch recht haben.